Die Seeanlage von Schondorf wurde am 30.06.1926 vom Freistaat Bayern an die Gemeinde mit der Auflage veräußert, die Ufermauer auf Dauer zu erhalten.
Der Schondorfer Kreis für Kultur und Landschaftspflege e.V. setzt sich für den Erhalt der inzwischen 100 Jahre alten Ufermauer ein und möchte gemeinsam mit der Gemeinde und Ihnen die Sanierung dieses unbedingt erhaltenswerten Teils von Schondorf verwirklichen.
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Die Seeanlage mit ihrer Ufermauer ist ein bedeutender Bestandteil der Geschichte Schondorfs. Entstanden ist die Ufermauer in den 1920er Jahren nach einem Entwurf des ortsansässigen Architekten Max Joseph Gradl im Stil des Art déco.

Zu dieser Zeit war Schondorf mit der Eisenbahn erreichbar und wurde zum beliebten Ausflugsziel von Sommerfrischlern. Die außergewöhnliche Seeanlage, die Ruhe und eine natürliche Schönheit ausstrahlt, war und ist bis heute zum begehrten Ort geworden.
Es entstand ein Ensemble mit Bootshäusern, denkmalgeschützter Badeanlage, dem Strandbad Forster und der Fabrikanten-Villa Röhm mit dem von einem zick-zack-gekrönten Zwerchdach-Giebel geschmückten Chauffeur-Haus, dessen Anbau von bemalten doppelten Holzsäulen mit einem übergroßen gezackten Kapitel getragen wird. Das Café Forster wurde euphorisch als „Lido des Ammersees“ gepriesen.
Der Architekt Max-Joseph Gradl (1873-1934)
Max-Joseph Gradl lebte in der Zeit von 1910 bis 1934 in Unterschondorf, war zweiter Bürgermeister und hatte eine Anzahl stattlicher Villen entworfen, wie z. B. sein eigenes Anwesen in der Seestraße 76 und die Röhm-Villa, erbaut in den Jahren 1928-1929 von dem Unternehmer Otto Röhm (1876-1939).
Gradl war universal: Maler, Gebrauchsgrafiker, Schrift- und Schmuckdesigner, Architekt und Architekturberater, typisch für Künstler des Jugendstils. In seinen späteren Entwürfen arbeitete Gradl im Stil des Art déco, einem Stil, der Kunst, Architektur und Gestaltung bis in die 30er Jahre prägte.

Ende der 1920er Jahre wurde die Schondorfer Ufermauer gebaut. Grundlage war der Entwurf von Max-Joseph Gradl aus dem Jahr 1926. Bautechnisch ist die Mauer aus einzelnen Elementen errichtet. Als Baumaterial (Stampfbeton) wurden Steine, Kiesel, Muscheln, Sand aus dem Ammersee verwendet. Stampfbeton-Mauern altern in ansehnlicher Weise bei guter Pflege. Die Ufermauer stellt einen authentischen Bezug zu unserer Region her und symbolisiert einen einmaligen und zu beschützenden Bestandteil der Schondorfer Seeanlage aus der Zeit des Art déco.
Machen Sie mit!
Wir bitten alle Schondorfer und Kulturbegeisterten, sich aktiv an der Aktion für den Erhalt der historischen Ufermauer und der fachgerechten Sanierung zu beteiligen.
Spendenkonto: DE26 7005 2060 0000 2016 40
Mitgliedschaft im Schondorfer Kreis: